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Kunstdrucke | Max Liebermann | Leinwandbilder | Bilderrahmen Holz | Passepartout

Kunstdrucke von Max Liebermann auf www.leinwandbilder.com

Aus dem Leben von Max Liebermann 20.07.1847 – 08.02.1935

Max Liebermann entsprang einer wohlhabenden, hoch angesehenen jüdischen Berliner Familie. Er genosss eine ausgezeichnete Schulbildung, welche durch die finanzielle Unabhängigkeit der Familie und des Intellekts von Max problemlos bewältigt wurde. Die finanzielle Sicherheit erwarb sein Großvater Josef ein erfolgreicher Textilunternehmer. Aus seiner Nachkommenschaft gingen weitere bedeutende Berliner Bürger hervor, die gesellschaftspolitisch immer großes Ansehen genossen.
Sein Vater Louis und seine Mutter Philippine, geb. Haller, legten großen Wert auf eine gediegene Bildung ihrer sechs Kinder, sodass letztlich ein Familienverband entstand.
Bei Max entwickelte sich bereits frühzeitig die Liebe zur Malerei, was durch sein unstrittiges Talent bereichert wurde. Seine Eltern beobachteten diese Entwicklung zurückhaltend, ohne weitere andere Bildungsziele zu vernachlässigen. Im Wesentlichen passte sich Max zunächst den Wunschzielen seiner Eltern an, ohne gleichzeitig seinen Hang zur Malerei zu vernachlässigen. Dies beweist ein Ereignis sehr eindrucksvoll: Sein Vater beauftragte die bekannte Berliner Künstlerin Antonie Volkmar, ein Porträt seiner Ehefrau anzufertigen. Max durfte seine Mutter begleiten und begann mit der Genehmigung der Malerin und seiner Mutter, sich ebenfalls an einer malerischen Darstellung seiner Mutter zu üben. Dies war im Jahre 1859, Max war 12 Jahre alt. Antonie Volkmar erkannte das künstlerische Talent von Max in seiner Darstellung. Die Künstlerin Volkmar war bis ins hohe Alter stolz darauf, Max Liebermann entdeckt zu haben.
Max erhielt bereits mit 10 Jahren Malunterricht und zwar durch Eduard Holbeit und Carl Steffeck.
Max war in der Grundschule nicht besonders aufmerksam und wirkte auf andere Schüler oft uninteressiert, was natürlich nicht seiner Familie verborgen blieb. So blieben auch elterliche Tadel nicht aus.
Die ausgewählte höhere Schule, in der Max auch sein Abitur machen sollte, war das Friedrich-Werdersche-Gymnasium, in der auch die Söhne Bismarcks lernten. In dieser Zeit besuchte er auch Veranstaltungen des leidenschaftlichen Ferdinand Lassalle, dessen sozialpolitischen und weltanschaulichen Ideen den jungen Max Liebermann begeisterten.
1866 bestand er sein Abitur mit ordentlichen Noten.
Nach dem Abitur begann er ein Chemie Studium an der damaligen Friedrich-Wilhelm-Universität, widmete sich doch meistens seiner eigentlichen Leidenschaft zu, der Kunst oder beschäftigte sich mit den angenehmen Dingen des Müßigganges. Zudem durfte er bei Carl Steffeck bei der Malarbeit helfen. Dabei lernte er seinen späteren Förderer Wilhelm Bode kennen, den Direktor des Kaiser-Friedrich-Museums, dem späteren Bode Museum.
Bereits 1868 wurde er durch die Berliner Universität wegen Unfleiß exmatrikuliert, was bei seinen Eltern keine Begeisterungsausbrüche zur Anwendung kommen ließ. Es ist jedoch der Weitsicht und dem liberalen Gedankengut seiner Eltern zu verdanken, dass ihm der Besuch der Großherzoglich-Sächsischen Kunsthochschule in Weimar ermöglicht wurde.
Durch die Ausbildung des dort lehrenden Historien Malers Ferdinand Panwels wurde er auch bald mit Werken des Altmeisters Rembrandt konfrontiert. Erstmalig wurde Max Liebermann mit einem Malerstil mit bestimmten Strichführungen der Malkunst vertraut gemacht. Dies beeinflusste den jungen Liebermann nachhaltig.
Im deutsch-französischen Krieg diente er als Sanitäter. Seine Kriegsbegeisterung hielt sich in Grenzen, nachdem die Ereignisse auf den Schlachtfeldern widerhallten.
1872 reiste er mit finanzieller Unterstützung seines Bruders Georg zum ersten Mal in die Niederlande nach Amsterdam und Scheveningen.
Nach seiner Rückkehr entstand sein erstes großes Ölgemälde unter dem Einfluss der Malerei von Munkaesy und Rembrandt, „Die Gänserupferinnen“.
Schon in der Jugend hatten ihn die Sujets aus dem realen einfachen Leben angetan. Viele Kunstinteressierte empfanden diese Darstellungen einfach nicht Kunst erhaben genug, obwohl man seine geschickt vorgetragene Erzählart auf den Motiven durchaus schätzte, erkannte man nicht die Schönheit des Vortrages.
Ende 1873 übersiedelte er nach Paris und wollte in der damals wichtigsten Kunststadt Kontakte zu anderen Malkünstler knüpfen. Diese hielten sich jedoch zurück und sperrten hauptsächlich aus nationalistischen politischen Gründen jegliche Kontakte. Zwar reichte er seine „Gänserupferinnen“ beim Salon de Paris, dem weltweit wichtigsten Kunstmesseplatz ein. Das Gemälde wurde auch zur Ausstellung angenommen, aber von der Fachpresse aus nationalistischen Gründen verrissen.
1874 zog es ihn in das Künstlerdorf Barbizon, auch hier wollte er Kontakte knüpfen und sich an den Arbeiten anderer Künstler sein Wissen bereichern bzw. stilistisch lernen.
Die Methoden der Schule von Barbizon interessierten ihn nachhaltig. Schließlich wurde dort die Entwicklung geformt, vor allem die impressionistische Landschaftsmalerei und damit die Freilichtmalerei. Diese beschäftigten ihn während seiner gesamten künstlerischen Laufbahn, aber vor allem in seinem impressionistischen Spätwerk. Dabei entwickelte er die weltbekannten Liebermann‘schen Sonnenflecken, die eine punktuelle Darstellung von teilweise eigenfarbigem Licht übermittelt, um eine entsprechende stimmungsvolle Atmosphäre zu erzeugen.
1875 reiste er für einige Wochen nach Holland, wo er sich in Haarlem ausgiebig mit den Gemälden des Altmeisters Frans Hals beschäftigte und auch einige Werke des Künstlers kopierte. Die Porträtmalerei von Hals und dessen unnachahmliche Art des schwungvollen Farbauftrags prägte ebenso Max Liebermanns Spätwerk und seinen eigenen Stil bezüglich seiner Porträtmalerei. Zusammenfassend kann man feststellen, dass sein Aufenthalt in Paris mehr depressive Einflüsse auf ihn ausübte, als dass sein Schaffensdrang gefördert wurde. Die Pariser Kunstszene und Max Liebermann fanden nicht zueinander, die politischen chauvinistischen Verhältnisse wirkten konträr.
1878 während seines ersten Italienbesuches traf er auf eine Gruppe Münchener Maler, mit denen er einige Wochen in Venedig verbrachte. Er folgte ihnen schließlich nach München, wo er mit der Münchner Schule das deutsche Zentrum der naturalistischen Kunst betrat.
In München begann er mit dem Werk „ Der 12jährige Jesus im Tempel „. Obwohl er mit diesem Bild einen großen Arbeitsaufwand betrieb, und es künstlerisch hervorragend glückte, löste es bei den meisten Zeitgenossen eine Empörung aus. Max Liebermann wurde wörtlich als „ Herrgottschänder „ betitelt. Im ganzen Reich distanzierte man sich von diesem Werk, hauptsächlich durch die Kirchen, aber auch durch die öffentliche Kritik. Da ergriffen bedeutende Künstlerkollegen positiv das Wort, allem voran Wilhelm Leibel. Letztlich hat Liebermann das Bild übermalt und die Figur Jesus neugestaltet.
Im Sommer 1880 reiste er in das brabantische Dorf Dongen und fertigte erste Studien zu seinem späteren Gemälde „Schusterwerkstatt“. Anschließend begab er sich zu Studienzwecken nochmals nach Amsterdam. Dort warf er durch Zufall einen Blick in den Garten des katholischen Altmännerhauses, der seinen weiteren Werdegang seiner künstlerischen Laufbahn beeinflusste. Er sah nichts weiter als ältere schwarz gekleidete Herren im Sonnenschein sitzen und dieser Anblick veränderte seine künstlerische Stilrichtung. Während er begann das Motiv zu malen, verwendete er erstmals den Effekt des durch ein Laubdach gefilterten Lichtes. Es entstanden die weltberühmten „Liebermann’schen Sonnenflecken“. Die Anwendung der Lichtmalerei, also die Darstellung seiner Sonnenflecken, begleiteten ihn bis an das Ende seiner künstlerischen Laufbahn, also bis an sein Lebensende. Ebenso verzichtete er auf romantischer Bilddarstellung. Die Darstellung sozialer Elemente in seiner Motivauswahl waren für ihn immer wichtig. Auch die Komposition von gemeinsam schaffenden Menschen behielt er immer im Auge. Das Lichtspiel in geschlossenen Räumen konnte er meisterlich in seine Bilder zaubern.
Vincent van Gogh versuchte ihn 1882 in Zweeloo zu besuchen, was aber leider misslang. Es ist nicht überliefert worden, warum es nicht zu dieser Begegnung kam. Diese beiden Ausnahmekünstler hätten sich gewiss künstlerisch etwas geben können. Liebermann reiste etwas später aus den Niederlanden ab, da er im schlesischen Militsche durch die Gräfin von Maltzan eine Auftragsarbeit angeboten bekam.
1884 verlobte er sich mit der Schwester seiner Schwägerin, die 1857 geborene Martha Marckwald. Bereits im September desselben Jahres fand die Trauung statt. Die Hochzeitsreise führte nach Holland in verschiedene Städte. Viele Studien wurden in dieser Zeit von ihm angefertigt und Ideen entworfen, die ihn viele Jahre später beschäftigten.
Nach der Rückkehr von seiner Hochzeitsreise aus Holland trat er dem Verein Berliner Künstler bei, sein menschliches, künstlerisches und soziales Ansehen durch seine Zeitgenossen entwickelte sich überaus positiv.
Im Jahre 1885 wurde seine Tochter Marianne Henriette Käthe genannt Käthe geboren. Käthe blieb das einzige Kind der glücklichen Eltern,
Seit 1884 war er in seine Heimatstadt Berlin zurückgekehrt und hatte sich dort niedergelassen.
Direkt gegenüber den Liebermanns wohnten die kunstinteressierten Eheleute Carl und Felicie Bernstein. In deren Haushalt befand sich auch eine Bildersammlung, unter anderen waren dort auch Bilder von Eduard Manet und Edgar Degas zu sehen. Liebermann war schwer beeindruckt, auch sonst fühlte er sich in diesem Haushalt wohl, verkehrten auch dort andere namhafte Künstler z.B. Max Klinger, Adolf Menzel und vor allem Wilhelm Bode und Alfred Lichtwark, Direktor der Hamburger Kunsthallen. Dieser war ein großer Bewunderer des Liebermannschen Impressionismus. Liebermann fühlte sich wohl in diesen Gesellschaftskreisen.
1886 nahm er nach mehrjähriger Abwesenheit erstmals wieder an einer Ausstellung der Akademie der Künste teil.
Nach dieser gelungenen Ausstellung verortete man Liebermann als großes Talent und herausragenden Maler der Moderne. Besonders hervorzuheben ist die Auswahl der Bilder, die er für diese Ausstellung nutzte, u.a. „Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus“, „Altmännerhaus in Amsterdam“ und „Das Tischgebet“. Kennzeichnend für seine Bilder ist immer wiederkehrend das Sujet der gemeinschaftlichen Arbeit, das gemeinsame Wirken einfacher Menschen. Dies hat sein künstlerisches Werk ein Leben lang begleitet. Natürlich vermochten die Kompensationen des Alltäglichen auf seinen Werken auch kritische Meinungen auf den Plan zu rufen, aber hochrangige Künstlerkollegen bzw. sozialkritische Persönlichkeiten erkannten das Genie Liebermanns.
Im März 1888 verstarb Kaiser Wilhelm I., sein Nachfolger Friedrich III. verstarb 99 Tage später. Damit war die Hoffnung vieler Deutscher nach einer parlamentarischen Monarchie ebenfalls begraben. Obwohl sich Liebermann immer als Freigeist betrachtete, lehnte er die preußischen Traditionen nie ganz ab, was aber natürlich mit der Prägung seiner Persönlichkeit, aber auch mit der damaligen allgemeinen sozialpolitischen Situation verbunden war.
1889 fand in Paris eine Weltausstellung statt. Anlass war die 100 Jahr Feier der Französischen Revolution. Natürlich schaffte dieser Anlass Oppositionsbewegungen in der ganzen Welt, so versagten einige Monarchien ihre Teilnahme. Es war erstaunlich, dass gerade drei deutsche Persönlichkeiten in die Jury in die Weltausstellung berufen wurden, diese Tatsache sorgte auch in Berlin für politischen Zündstoff. Dennoch stimmte der damalige preußische Kultusminister, Gustav von Goßler, der offiziellen Anfrage Liebermanns zu, obwohl sich die Pariser Presse gegen eine generelle Teilnahme Deutschlands aussprach. Liebermann präsentierte die wichtigsten Vertreter der deutschen Malerei mit Menzel, Leibl, Trübner und von Uhde. Letztendlich glückte, was vorher nicht erkennbar erschien, die erste Ausstellung nicht offizieller deutsche Kunst auf französischem Boden kam zustande.
In Paris bekam Liebermann eine Ehrenmedaille und man bot ihm die Aufnahme in die Societe des Beaux-Arts, der französischen Ehrenlegion an. Dies lehnte er jedoch auch aus Rücksicht auf die preußische Regierung ab.
Ab 1889 wandte er sich zunehmend der Porträtmalerei zu, orientierte sich gern an der Porträtmalerei von Frans Hals, dessen Malerei hatte er ausgiebig studiert, Frans Hals war ihm als Malkünstler ein Vorbild.
Im Februar 1892 gründete sich in Berlin die Vereinigung der XI, hierbei handelte es sich um 11 unabhängige Maler, die sich zunächst lose zusammenschlossen. Daraus entwickelte sich jedoch die Grundlage der späteren Berliner Sezessionsbewegung, einer Opposition zur konservativen Malerschule der Berliner Akademie. Die Kunstkritiker in Berlin reagierten darauf recht unterschiedlich, ging es doch um eine Künstlergemeinschaft, die sich nun mehr offen gegen die Richtung der Kulturpolitik des Kaiserreiches wandte. Allein die Stellung als führender Berliner Künstler wurde bei Liebermann nicht angezweifelt. Im November 1892 wurde eine Ausstellung des Vereins Berliner Künstler organisiert, in der auch 55 Gemälde von Eduard Munch gezeigt wurden. Liebermann hatte diese Ausstellung offiziell unterstützt. Die Bilder von Munch wurden schon während der Eröffnungsfeier durch die Presse und viele Kunstkritiker verrissen. Es entstand der bekannte Berliner Skandal des Malers Eduard Munch. Dies führte schließlich zur vorzeitigen Schließung der Ausstellung.
Die Mutter Liebermanns verstarb 1892, inzwischen waren Liebermann und seine Familie in das elterliche Palais am Pariser Platz gezogen. Sein Vater starb zwei Jahre später, vorher hatte sich Vater und Sohn wieder versöhnt, um so schlimmer traf ihn der Tod seines Vaters. Den Tod seiner geliebten Mutter konnte er lange nicht verkraften. Gleichwohl wurde er durch den Tod seiner Eltern finanziell unabhängig, er erbte ein Millionenvermögen und auch das Palais am Pariser Platz ging in seinen Besitz über. Künstlerisch wandte sich Liebermann mehr und mehr der Porträtmalerei zu. So entstand ein Pastellporträt seines Freundes Gerhart Hauptmann, für das er während der Teilnahme an der ersten Biennale in Venedig den ersten Preis erhielt.
1898 erhielt Liebermann den Professorentitel und wurde in die Kunstakademie berufen. Gleichzeitig gründete sich die Gemeinschaft unabhängiger Künstler. Zum Präsidenten dieser Gemeinschaft wurde Liebermann gewählt. Liebermann hatte sich zu einer Person entwickelt, die europäisches Ansehen genoss, was auch mit seiner liberalen und sozialen Lebensauffassung viel zu tun hatte. Liebermann als Künstler hatte längst einen hohen unstrittigen Ruf erlangt.
1903 gründete er in Weimar auf anraten von Harry Graf Kessler den deutschen Künstlerbund, an dem namhafte deutsche Künstlerpersönlichkeiten beteiligt waren z.B. Max Slevogt, Alfred Lichtwark und Lovis Corinth. In derselben Zeit etwa veröffentlichte er erste wissenschaftliche Aussagen, die weites Gehör fanden. Die sich langsam entwickelnde abstrakte Kunst lehnte er ab und damit besonders den Expressionismus, der dafür die Grundlagen bildete. Seine künstlerische Auffassung, seine Liebe in der Malerei gehörte dem Naturalismus und entgegengesetzt dem Expressionismus, den Impressionismus. Die Avantgarde der Expressionisten schuf er sich damit als Feinde, zumindest in der künstlerischen Auffassung. Selbst Künstler wie Emil Nolde standen dieser Auffassung kritisch gegenüber und begrüßten die Zukunftsvisionen der künstlerischen Jugend und ihrer Vorstellung zur Moderne. Nolde war selbst Mitglied der Sezession und wurde ob seiner künstlerischen Auffassungen, die der offiziellen Meinung der Sezession gegenüberstanden, von dieser ausgeschlossen. Letztlich zerfiel der gedankliche Inhalt der alten Sezession und eine neue wurde gegründet. Der erste Präsident war kein geringerer als Max Pechstein, auch Nolde wurde Mitglied. Das Bemerkenswerteste war jedoch, dass auch Mitglieder der Künstlerbewegung „Die Brücke“ Mitglieder der neuen Sezession wurden.
Im November 1911 trat Liebermann als Präsident zurück und damit wurde dem deutschen Impressionismus großer Schaden zugefügt und das endgültige Ende der Berliner Sezession eingeläutet.
1909 erwarb Liebermann ein großes Grundstück am Berliner Wannsee. Dies wurde zu seinem Land- und Alterssitz ausgebaut und in dessen großen Garten entstanden viele Spätwerke des Künstlers Liebermann.
1912 erhielt er die Ehrendoktorwürde durch die Friedrich-Wilhelm-Universität und er wurde Mitglied im Senat der Akademie der Künste. Weiterhin wurde er Mitglied an verschiedenen europäischen Kunsthochschulen wie in Wien, Brüssel, Mailand, Stockholm.
In Berlin schuf er nun viele Porträts namhafter Persönlichkeiten.
Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges war auch der nun mehr 67jährige Liebermann vom allgemeinen Patriotismus erfasst. Er widmete sich auf künstlerische Art und Weise der Kriegspropaganda und zeichnete für die Zeitung Künstlerflugblätter. Auch durch den kaiserlichen Aufruf „an meine lieben Juden“ fühlte er sich aufgefordert auf ziviler Seite seinen Beitrag zu leisten. 1914 gehörte auch Liebermann zu den Unterzeichnern des Aufrufes „An die Kulturwelt“, in dem deutsche Kriegsverbrechen mit einem sechsfachen „Es ist nicht wahr!“ zurückgewiesen wurden. Später, nach dem Krieg hat er sich dazu sehr selbstkritisch geäußert und begründete dies mit seinem anerzogenen Habitus und seiner ausgeprägten und anerzogenen Vaterlandsliebe.
Das Berliner Großbürgertum war stolz auf diese Künstlerpersönlichkeit und noch stolzer, wenn es gelang ein Porträt zu bekommen und es auch bezahlen zu können. Zu seinem 70.Geburtstag 1917 organisierte die Preußische Akademie der Künste eine große Retrospektive seines Werkes. Ca. 200 Gemälde wurden gezeigt. Aus diesen Ehrungen heraus widmete Julie Elias ihr berühmtes Kochbuch Max Liebermann. Wilhelm II. stimmte dieser Geburtstagsausstellung zu und verlieh ihm den „Roten Adlerorden dritter Klasse“.
Die zunächst letzte große Ehrung für diesen Ausnahmekünstler war die feierliche Eröffnung des „Max Liebermann Kabinetts der Nationalgalerie“.
In diesem Jahr brach die Novemberrevolution aus und in das Liebermannsche Palais wurden Maschinengewehre der Monarchisten installiert und so griffen die Soldaten der Revolutionäre das Palais an. Die Monarchisten ergaben sich und Liebermann brachte nach diesen Vorfällen seine wertvolle Bildersammlung in Sicherheit. Für Liebermann brach seine ganze Welt zusammen.
Ab 1920 nach Kriegsende übernahm Max Liebermann die Präsidentschaft der Berliner Akademie der Künste und damit zerfiel die Sezessionsbewegung endgültig.
Durch die Fürsprache Liebermanns wurden Max Pechstein, Karl Hofer, Heinrich Zille, Otto Dix und Karl Schmidt-Rottluff in die Akademie aufgenommen.
1922 wurde sein Verwandter Walther Rathenau von rechtsradikalem Mob ermordet. Durch diese Tat verlor er nicht nur einen Verwandten, sondern auch einen Weggefährten.
Am 7.Oktober 1924 starb sein Bruder Felix, der ihm ein Leben lang ein treuer Begleiter gewesen war. Zwei Tage später hatte er den Tod seines Verwandten Hugo Preuss zu beklagen. Er war der Vater der Weimarer Verfassung. Diese Schicksalsschläge waren für Liebermann kaum zu verkraften und er zog sich zurück. 1927 wurde Liebermann 80 Jahre alt und trat wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Unter den Gratulanten waren neben dem Berliner Urgestein Zille auch Größen von internationalem Rang wie z.B. Albert Einstein, Heinrich und Thomas Mann und Hugo von Hoffmannsthal. Natürlich fand aus diesem Anlass eine Geburtstagsausstellung statt. An seinem Geburtstag ehrte Reichspräsident Paul von Hindenburg Liebermann mit „dem Adlerschild des Deutschen Reiches“. Vom damaligen Innenminister Walter von Kendell erhielt er die Die Goldene Staatsmedaille mit der Prägung für“ Verdienste um den Staat“. Ende 1927 porträtierte er den Reichspräsidenten Hindenburg. 1932 stellte Liebermann sein Amt als Akademiepräsident krankheitsbedingt zur Verfügung, wird aber im selben Augenblick zum Ehrenpräsidenten gewählt. Durch die Behandlung des mit ihm befreundeten Arztes Ferdinand Sauerbruch wurde sein eingeklemmter Leistenbruch behoben. Bei der Gelegenheit porträtierte er den Arzt Sauerbruch.
 Seit 1928 war Sauerbruch Liebermanns Nachbar am Wannsee. Am 30.1.1933 war der Tag der Machtübergabe an die Nationalsozialisten. Der Kommentar zum Fackelzug, der an diesem Tag an seinem Haus am Pariser Platz vorbeimarschiert lautete „Ick kann ja nich soville fresse, wie ich kotzen möchte“. Am 7.5.1933 legt Max Liebermann seine Positionen in der Preußischen Akademie der Künste nieder. Die Vorgehensweise der Nazis, nämlich die Gleichschaltung im Sinne der Nationalsozialistischen Deutschen Kunst waren hierfür der Anlass.
Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und kaum einer seiner alten Weggefährten stand weiterhin zu ihm. Die einzige deutsche Künstlerin, die zu ihm stand, war Käthe Kollwitz. Sie war es auch, die berichtete, dass Max Liebermann am 8.2.1935 in seinem Haus am Potsdamer Platz abends um 7 Uhr verstorben ist.
Die Gestapo hatte im Voraus die Teilnahme an der Bestattung Liebermanns untersagt, dennoch kamen ca. hundert Weggefährten und Verwandte. Unter den Trauergästen waren Käthe Kollwitz, Otto Nagel, Ferdinand Sauerbruch mit seinem Sohn Hans, Bruno Cassirer.
Die Frau von Max Liebermann Martha Liebermann nahm sich das Leben mit einer Überdosis Veronal . Sie starb am 10.3.1943, sie kam damit einer Deportation ins KZ Theresienstadt zuvor, welche unmittelbar bevorstand. Das Palais am Pariser Platz wird wenig später völlig zerstört.

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Das Bild zeigt die bevorzugte Themenauswahl des Künstlers, nämlich die Darstellung von Menschen während gemeinschaftlicher Arbeit, hier einen Schustermeister mit Gesellen. Die von Liebermann entwickelten typischen eigenfarbigen Lichtspiele (Sonnenflecken) kann man hier besonders gut erkennen und heben somit die besondere Atmosphäre dieses Bildes hervor. Es gehört zu den frühen impressionistischen Werken Liebermanns.
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